Haus Schwarzenberg

Das Haus Schwarzenberg beherbergt verschiedene Orte des Gedenkens an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus wie auch des künstlerischen Schaffens in der Gegenwart. Es ist ein Raum für Vielfalt, Offenheit und Zivilcourage

Das Haus Schwarzenberg verbindet das Gedenken an Vergangenes mit Initiativen, die Gegenwart und Zukunft gestalten und Freiräume für unabhängige moderne Kunst schaffen. Die hier versammelten Gruppen und Personen setzen sich für die Gestaltung einer friedlichen und lebenswerten Stadt ein.

Mehrere Gedenkorte befinden sich hier: Die Gedenkstätte Stille Helden erinnert an jüdische Menschen, die von 1933 bis 1945 von der Verfolgung durch die Nationalsozialisten bedroht waren und an diejenigen, die ihnen dabei halfen, sich der Bedrohung durch eine Flucht in den Untergrund zu entziehen. In Deutschland überlebten etwa 5.000 Untergetauchte mit Hilfe von Menschen, die sie unterstützten.

Ein Beispiel für diese Unterstützung in Berlin ist der Kleinfabrikant Otto Weidt, an dessen Wirken das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt erinnert. Er bemühte sich, seine Arbeiter_innen vor Verfolgung und Deportation zu schützen und versteckte einige von ihnen im Hinterraum seiner Blindenwerkstatt, der im Originalzustand gezeigt wird.

Die Beispiele der Unterstützer_innen zeigen, dass es auch im Dritten Reich Handlungsspielräume für Zivilcourage und gelebte Solidarität mit den Verfolgten gab.

Ein Ort an dem sich Gedenken und Zukunftsgestaltung verbinden

Das Anne-Frank-Zentrum erinnert an das Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank und bietet Workshops für Jugendliche und Weiterbildungsveranstaltungen für Pädagog_innen an. Es engagiert sich mit seiner Arbeit für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie und gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung.

Der Verein Haus Schwarzenberg bietet ein Forum für avantgardistische Kunst, Graffiti und Street Art und vermietet Ateliers und Galerieräume an internationale Künstlerinnen und Künstler. Er unterstützt damit die Erhaltung einer vielfältigen internationalen Berliner Kunstszene. Die Galerie Neurotitan präsentiert Arbeiten von Künstler_innen und Musiker_innen, die sich außerhalb des Mainstreams verorten.

Im Haus Schwarzenberg begegnen sich Geschichte und Gegenwart. Hier haben sich Bürger_innen mobilisiert, um gelebte Solidarität der Vergangenheit zu würdigen und Räume für neues kulturelles Leben zu öffnen.

Zur Reflexion: Welches sind heute Formen des zivilen Widerstandes und der Zivilcourage?

Öffnungszeiten
Anne Frank Zentrum
Di–So 10:00–18:00 Uhr
Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Galerie Neurotitan
Mo–Sa 12:00–20:00 Uhr, So 14:00–19:00 Uhr
Eintritt frei
Gedenkstätte Stille Helden
Mo–So 10:00–20:00 Uhr
Eintritt frei
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Mo–So 10:00–20:00 Uhr
Eintritt frei
Öffentliche Verkehrsmittel
U8 Weinmeisterstraße
S5, S7, S75 Hackescher Markt
Tram M4, M5, M6 Hackescher Markt
Tram M1, 12 Weinmeisterstraße/Gipsstraße
Wegzeit zur nächsten Friedensweg-Station
20 Minuten mit U-Bahn oder Tram